Parlament / Reden & Parlament

Aufstockung in der Ferienbetreuung


Es gilt das gesprochene Wort!

10.05.2017

Antwort Zur Aufstockung Der Plätze Für Die Ferienbetreuung (215.4 KiB)

Die Ferienbetreuung ist eine Form der außerschulischen Betreuung (AUBE) und richtet sich an Kinder zwischen 3 und 12 Jahren in der Ferienzeit. Es gab bisher insgesamt 4 Standorte in den Sommerferien: Eupen, Eynatten, Bütgenbach und Sankt Vith.

In den letzten beiden Jahren wurden insgesamt 3.500 Anwesenheiten in den Sommerferien registriert.

Das RZKB teilte uns mit, dass für die Altersklasse zwischen 3 und 6 Jahren ein großer Bedarf nach einem spezifischen Angebot besteht. Die Angebote im Bereich Jugend und Sport richten sich hauptsächlich an Kinder ab 6 Jahren.

Auf der Warteliste 2016 standen Ende Juni 36 Kinder für eine Betreuung ab dem 1. Juli. Im August standen für die letzten Wochen von August 70 Kinder auf der Warteliste.

Diese Warteliste wollen wir in den nächsten Jahren abbauen, um die Familien in den Ferien zu unterstützen.

Im Rahmen des REK-Projekts habe ich zusätzlich zu den bestehenden Mitteln diese in 2016 um 37.000 Euro und 2017 sogar um 40.000 Euro erhöht.

Das bestehende Angebot wird in diesem Sommer um den Standort Kelmis erweitert. Soviel zu den klassischen Angeboten der Ferienbetreuung im Sinne des Dekrets.

Nicht finanzielle Mittel sind aber das Problem, sondern das fehlende Personal  – vor allem in der Urlaubszeit.

Denn anders als in der Französischen Gemeinschaft müssen alle Betreuer in der Ferienbetreuung laut dem Dekret über die Kinderbetreuung ausgebildete Kinderbetreuer sein.

Ob das wirklich notwendig ist, das bezweifle ich. Deshalb haben wir uns ein Projekt in einer frankophonen Nachbargemeinde angeschaut. Dabei handelt es sich um ein Ferienbetreuungsangebot, das nicht nur mit Kinderbetreuern arbeitet, sondern auch mit Animatoren und angehenden Sozialpädagogen oder anderen Studenten mit sozialpädagogischen Hintergrund.

Wir möchten nun untersuchen, ob wir die Ferienbetreuung in einer Pilotphase auch in der Deutschsprachigen Gemeinschaft mit einem ähnlichen Personalrahmen organisieren können.

Hierüber habe ich mit den Schöffen Baumgarten für die Stadt Eupen und Frau Baumann für die Stadt Sankt Vith ein Gespräch geführt.

Ein ähnliches Projekt läuft derzeit in Trägerschaft der Stadt Sankt Vith für diesen Sommer und könnte von der Regierung bezuschusst werden.

Auch in Eupen prüft man gerade den Aufbau eines entsprechenden Pilotprojekts.

Nach einer Auswertung der Pilotphase werden wir über eine Anpassung des Dekrets beraten und dem Parlament einen entsprechenden Vorschlag vorlegen.

 

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Tags:
Schrift vergrößernSchrift verkleinernStandard