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Eingliederungszulage für sogenannte Psycho-medizinisch-sozial eingeschränkte Personen


Es gilt das gesprochene Wort!

12.04.2017

02 Frage Und Antwort F Mockel Eingliederungszulage (213.2 KiB)

In Ihrer Frage beziehen Sie sich auf eine föderale Zuständigkeit und daher auch auf eine föderale Angelegenheit. Die Bewältigung dieser Herausforderung liegt in den Händen der Föderalregierung. Die Teilstaaten können lediglich bei der Lösungsfindung Unterstützung leisten. Damit wir das aber tun können, müssen der Stand der Dinge und ein möglicher Reformplan bekannt sein. Dies ist aber nicht der Fall.

Bis heute hat der zuständige Föderalminister weder die Teilstaaten zu einem Gespräch eingeladen, noch Informationen zur Problematik kommuniziert. Ob das noch in 2017 erfolgen wird, ist der Regierung nicht bekannt.

Im Konzertierungsausschuss wurde das Thema seit 2014 bisher einmal auf Anfrage eines Teilstaates ansatzweise angerissen. Die Föderalregierung hat mitgeteilt, dass sie um eine Lösung bemüht ist.

Wenn wir diese Lösung oder wenigstens Ansätze davon kennen, können wir gegebenenfalls Vorschläge machen.

Zum besseren Verständnis:

Die Verlängerung der Übergangsregelung betrifft zwei Zielgruppen.

Erstens, das PMS-Publikum, d.h. psycho-medizinisch-sozial eingeschränkte Personen.

Die Zuordnung einer Person zum sogenannten „PMS“-Publikum erfolgt über unser Arbeitsamt. Es handelt sich um Personen, die aufgrund psycho-medizinisch-sozialer Einschränkungen kurzfristig nicht vermittelbar sind. Das umfasst u.a. Personen mit einer Suchtproblematik, vorübergehenden psychischen Problematik oder einer Persönlichkeitsstörung.

Mit dem Ziel innerhalb von 2 Jahren vermittelbar zu sein, erhalten die Betroffenen eine besondere Hilfe. Dies erfolgt über des Arbeitsamt u.a. über eine Fallkoordination und Vermittlung.

Die zweite Zielgruppe de Verlängerung betrifft die Personen, die eine Minderung der Erwerbstätigkeit von 33% aufweisen. Irrtümlicherweise sprechen Sie in Ihrer Fragestellung von „Behinderung“. Die Anerkennung einer Arbeitsunfähigkeit erfolgt über das föderale Landesamt für Arbeitsbeschäftigung, das LFA. Die Anerkennung einer Behinderung über die DSL. Nicht alle Personen, die eine Arbeitsunfähigkeit von 33% aufweisen, weisen eine Anerkennung einer Beeinträchtigung auf.

Ihre Frage bezieht sich somit auf die Personen mit einer anerkannten Beeinträchtigung, denen auch eine Minderung der Erwerbstätigkeit von 33% zugesagt wurde und die derzeit über eine Eingliederungszulage verfügen.

Ich habe mit der DSL Kontakt aufgenommen und die Anzahl Fälle nachgefragt. Wenn es Menschen in Ostbelgien gibt, die davon betroffen sein könnten, dann sind das nur wenige.

In der Kürze der Zeit konnte die hierzu nötige Recherchearbeit nicht beendet werden. Sobald mir die Zahlen vorliegen, werde ich sie nachreichen.

Was das konkrete Publikum der Menschen mit Beeinträchtigung angeht, arbeitet die DSL bereits jetzt eng mit dem Arbeitsamt zusammen. Je nach Profil findet ein Austausch zwischen den beiden Behörden statt. Dies betrifft das individuelle Begleitprogramm sowie die geschützten Formen der Wiedereingliederung.

 

 

 

 

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