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Programm für Menschen mit Autismus


Es gilt das gesprochene Wort!

15.03.2017

Frage Und Antwort Patricia Creutz Programm Für Menschen Mit Autismus NEW (143.7 KiB)

 

Die Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben (DSL) befasst sich intensiv mit dem Thema der Autismus Spektrum Störung. Die Thematik ist vielschichtig – schon allein, weil es nicht „den“ Autismus gibt.

Neben der Begleitung und Beratung der Betroffenen und ihrer Familien, den Weiterbildungsangeboten für Dienstleistungsträger unserer Gemeinschaft greift die DSL hierzu auch auf spezialisierte und wissenschaftliche Partner im In- und Ausland zurück.

Weil es so viele Formen und Ausprägungen des Autismus gibt, hat die DSL Ende des vergangenen Jahres einen Leitfaden zum Diagnoseprozess veröffentlicht. Dieser erklärt Betroffenen, Familien und anderen Diensten die verschiedenen Etappen einer Diagnoseprozedur und verdeutlicht die Wichtigkeit einer Diagnosestellung in einem anerkannten Diagnosezentrum.

Die spezialisierte Beratung und Begleitung von Menschen mit einer Autismus Spektrum Störung und deren Betroffenen erfolgt über die DSL in Zusammenarbeit mit der „Fondation SUSA – Service Universitaire Spécialisé pour personnes avec Autisme“ der Universität Mons.

Die DPB begleitete im vergangenen Jahr 40 Personen, bei denen eine Form von Autismus vorliegt. 2 Personen werden im Ausland betreut.

In Ostbelgien gibt es neben den Angeboten der DSL auch weitere Dienstleister. Der PRT bietet Gruppensitzungen für Eltern von Kindern mit Autismus an, die Frühhilfe und das KITZ therapeutische Dienstleistungen für diese Zielgruppe.

Hinsichtlich einer integrierten Dienstleistungsgestaltung ab dem kommenden Jahr habe ich das KITZ, das SPZ und die Frühhilfe gebeten, ein gemeinsames soziopädagogisch-therapeutisches Konzept auszuarbeiten. Dieses wird mir Ende März von den Vertretern vorgestellt.

Auch im Unterrichtswesen gibt es entsprechende Angebote, die aber möglichst inklusiv gestaltet werden.

Ein weiteres Projekt ist das Inklusionsprojekt der AUBE, das in Zusammenarbeit zwischen der DSL und dem RZKB aus der Taufe gehoben wurde. Dieses Projekt habe ich allerdings schon bei einer vorherigen Sitzung hier im Ausschuss erläutert.

Die 10 Millionen Euro in der Wallonie sind übrigens für die Schaffung von Plätzen zur Unterbringung von Menschen mit Autismus! In Belgien verfolgen wir aber wie gesagt einen inklusiven Ansatz.

Die Situation ist mit der im Landesinneren nicht zu vergleichen. Geringe Zahlen führen dazu, dass mit Partnern gearbeitet wird. Außerdem fördern wir die inklusive Gestaltung der Angebote. Deshalb werden Sie auch keine spezifischen Angebote, wohl aber im Querschnittsbereich Inklusion des REK finden.

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