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Höheres Kindergeld in der DG als in der Wallonischen Region?


Pressemitteilung

10.02.2017

20170210 Kindergeldvergleich (177.8 KiB)

Dank Indexanpassungen wird das Kindergeld der DG bis 2019 steigen

Familienminister Antonios Antoniadis (SP) revidierte die Aussage der Presse im Inland, wonach die Deutschsprachige Gemeinschaft mit 151 Euro Basisbetrag ein niedrigeres Kindergeld auszahlen wird als die Wallonische Region.

„Es geht nicht um einen Wettbewerb um das höhere Kindergeld. Aber ich möchte darauf hinweisen, dass die Wallonische Region sich auf die 155 Euro pro Kind ab 2019 festgelegt hat und bis dahin vorerst keine Indexanpassung vornehmen wird. Der Basisbetrag der DG könnte aber 2019 aufgrund der Indexansprünge höher liegen“, so Antoniadis. „Denn steigt der Index, steigt auch die Kindergeld-Dotation des Föderalstaats an die DG.“

Basisbetrag der DG wird bis 2019 steigen

Bereits zum Sommer 2017 wird sich der Basisbetrag des DG-Kindergelds aufgrund der Prognose des Planbüros zur Indexentwicklung auf 154 Euro erhöhen. Sollte bis 2019 ein weiterer Indexsprung folgen, dann würde der Basisbetrag der DG sogar auf mindestens 157 Euro steigen und damit höher als der wallonische Basisbetrag liegen, so die Einschätzung des Familienministers. Hinzu käme das höhere Kindergeld für kinderreiche Familien in der DG.

Über 70% der aktuellen Familien in der DG werden mehr Kindergeld erhalten. In der Wallonischen Region hingegen nur die neuen Familien ab 2019

„Außerdem darf man nicht vergessen, dass die Übergangsregelungen in den beiden Regionen unterschiedlich sind“, fügt der SP-Politiker hinzu. „Während in der Wallonischen Region nur die ab 2019 geborenen Kinder von der Reform profitieren werden, werden in der DG rund 70% der bisherigen Familien ab 2019 mehr Kindergeld bekommen. Die übrigen 30% wechseln in das Übergangskindergeld und erhalten weiterhin den Betrag, den sie am 31. Dezember 2018 erhalten.“  Dafür wird die DG-Regierung mehr Mittel in die Hand nehmen als sie vom Föderalstaat erhält. Für die Wallonische Region ist die Reform nach eigenen Angaben haushaltsneutral.

Antoniadis warnt aber davor, voreilige Schlüsse zu ziehen. Beide Systeme seien sich in vielen Punkten unterschiedlich und machten demnach eine tiefergehende Vergleichbarkeit schwierig. Oftmals müssten Einzelsimulationen erfolgen, um die genauen Unterschieden zwischen bestimmten Familiensituationen zu ermitteln.

Für weitere Informationen


Pressereferentin
Jennifer Nyssen
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: jennifer.nyssen@dgov.be

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