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Begegnungsprojekt für Jung und Alt


Es gilt das gesprochene Wort!

07.12.2016

20161207 Frage Und Antwort Evelyn Jadin Begegnungsprojekt Für Jung Und Alt (141.4 KiB)

Gleich vorweg möchte ich darauf hinweisen, dass in der Deutschsprachigen Gemeinschaft einige Seniorenheime und Schulen Begegnungsprojekte organisieren. So zum Beispiel im Rahmen von Feiertagen wie Weihnachten. Diese Projekte bringen die Generationen zusammen. Als Familienminister begrüße ich diese Initiativen ausdrücklich und möchte diese auch fördern.

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, machte mich einst auf die Initiative „Generationsbrücke Deutschland“ aufmerksam, die von verschiedenen Sponsoren und mittlerweile auch vom Familienministerium gefördert wird. Das Projekt wurde im Marienheim in Aachen entwickelt, bundesweit in vielen Seniorenheimen eingeführt und wird inzwischen mit Erfolg exportiert.

Das Erfolgsrezept dieser Initiative steckt in der intensiven Begleitung durch das Team der Generationsbrücke, das mit wissenschaftlicher Unterstützung Spiele und Methoden entwickelt hat. Mitarbeiter und Ehrenamtliche, die an diesem Projekt teilnehmen, werden entsprechend geschult. Bewohner und Schüler werden vor der ersten Begegnung vorbereitet. Die Begegnungen finden monatlich statt und bestehen aus Ritualen und flexiblen Spielen. Es wird gesungen, gespielt, gebastelt und erzählt. Jeder Schüler hat seinen Bewohner-Partner. Die Schüler kommen aus dem Kindergarten oder der Primarschule.

Vor einigen Wochen habe ich dem Marienheim Aachen einen Besuch abgestattet, um mir ein konkretes Bild von diesem Projekt zu machen. Die professionelle Umrahmung des Projekts und der Mehrwert für Jung und Alt hatten mich überzeugt. Gemeinsam mit den Projektentwicklern habe ich über die Einführung des Projektes in Ostbelgien nachgedacht. Ein erster Kontakt mit dem Namensvetter des Aachener Marienheims aus Raeren hat in der vergangenen Woche stattgefunden. Eingeladen war auch das Alten- und Pflegeheim St. Joseph in Eupen, um als Vertreter der öffentlichen Träger dabei zu sein. Allerdings war die Heimleitung aufgrund eines Termins verhindert. Am 19. Dezember findet allerdings ein Gespräch mit der Direktion der SGO Eupen und dem Schulschöffen der Stadt Eupen statt.

Das Marienheim Raeren hat sein prinzipielles Interesse an der Umsetzung einer entsprechenden Initiative in Ostbelgien bekundet, möchte aber noch interne Gespräche führen. Sollten diese positiv verlaufen, wird das Marienheim sich um eine Partnerschule in der DG bemühen.

Mit dem Vertreter der Generationsbrücke Deutschland wurde eine enge Begleitung während des ganzen Prozesses vereinbart. Sollte also die Bereitschaft bestehen, ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit der Generationsbrücke Deutschland durchzuführen, so werde ich dieses Projekt sehr gerne unterstützen und die entsprechenden finanziellen Mittel zur Verfügung stellen. Die Erfahrungswerte werden für die weitere Vorgehensweise wichtig sein und wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann die Generationsbrücke Ostbelgien.

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