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„Weichen für europäisches Inklusionsprojekt gestellt“


Pressemitteilung

10.10.2016

161010 Europäischer Behindertenausweis (82.8 KiB)

Europäischer Behindertenausweis geht an den Start

Am heutigen Tag unterzeichneten die föderale Staatssekretärin Elke Sleurs, der flämische Minister Jo Vandeurzen, der wallonische Minister Maxime Prévot, die Brüsseler Ministerin Céline Frémault sowie der Minister der Deutschsprachigen Gemeinschaft Antonios Antoniadis die Vereinbarung zur Schaffung eines europäischen Behindertenausweises (European Disability Card) in Belgien. Mit dieser Karte können die Betroffenen nachweisen, dass sie in Belgien als Person mit Beeinträchtigung anerkannt sind und zudem eine Reihe von Vorteilen in Anspruch nehmen.

Beim europäischen Behindertenausweis handelt es sich um ein europäisches Projekt, das in Belgien unter der Federführung der fünf zuständigen Minister ausgeführt wird. Die Europäische Kommission gewährt Belgien hierfür eine finanzielle Unterstützung in Höhe von rund 170.000 Euro.

In allen Ländern, die sich am Projekt beteiligen, genießen die Besitzer des europäischen Behindertenausweises eine Reihe von besonderen Zugangstarifen oder anderen Vorteilen bei Kultur-, Freizeit- und Sportangeboten. Im Laufe der Zeit sollen dann weitere Vorteile aus anderen Bereichen hinzukommen.

Mit der Eurecard führe die Deutschsprachige Gemeinschaft die grenzüberschreitende Anerkennung einer Beeinträchtigung im Raum der Euregio Maas-Rhein bereits seit Anfang 2000 aus. „Ich freue mich daher umso mehr, dass nun das Projekt eines europäischen Behindertenausweises starten kann. Denn somit stellen wir die Weichen für ein Inklusionsprojekt auf europäischer Ebene. Ich verbinde mit dem Projekt die Hoffnung, dass sich alle anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, insbesondere aber unsere direkten Nachbarn, diesem Projekt anschließen werden“, erklärte DG Minister Antoniadis.

Europäischer Behindertenausweis: Hintergrund

Die Startphase des Projektes ist bis zum Juli 2017 vorgesehen. Im nächsten Frühjahr ist eine Startveranstaltung vorgesehen, um der Öffentlichkeit die neue Karte vorzustellen. Dabei werden die Feldakteure und die Organisationen der Nutznießer einbezogen.

Die tatsächliche Umsetzung der Sondervorteile für unterschiedliche kulturelle und sportliche Aktivitäten ist eine regionale Zuständigkeit und erfolgt im Anschluss an die Startphase.

Alle als Personen mit Beeinträchtigung eingestuften Bürgerinnen und Bürger können einen Antrag auf einen europäischen Behindertenausweis bei einer der fünf zuständigen Behörden in Belgien stellen.

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft wurde hierfür die Dienststelle für Personen mit Behinderung (DPB) bzw. die künftige Dienststelle für selbstbestimmtes Leben (DSL) bezeichnet.

Aktuell beteiligen sich 8 europäische Länder am Projekt: Slowenien, Malta, Zypern, Finnland, Italien, Estland, Rumänien und Belgien. Langfristig ist das Ziel, den europäischen Behindertenausweis auf zusätzliche Mitgliedstaaten der EU auszudehnen.

 

 

Für weitere Informationen


Pressereferent
Frederik Thelen
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: frederik.thelen@dgov.be

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