Artikel & Pressemitteilungen / Pressemitteilungen

Viel Lärm um drei Scheiben Wurst


Pressemitteilung

04.05.2016

20160504 Schweinefleisch (170.7 KiB)

Antoniadis: „Vivant geht es um politisches Kalkül“
Viel Lärm um drei Schreiben Wurst 

Familienminister Antonios Antoniadis (SP) zeigt sich weiterhin empört über die Beschuldigungen der Vivant-Fraktion gegen seine Person, aber insbesondere über die überzogene Kritik gegen das Regionalzentrum für Kleinkindbetreuung (RZKB). In seinen Augen gehe es Vivant nicht um die Sache, sondern rein um politisches Kalkül.

„Es ist Fakt, dass es kein grundlegendes Schweinefleischverbot in der außerschulischen Betreuung gibt. Allerdings wird an weniger als der Hälfte der Standorte auf Alternativen zum Schweinefleisch zurückgegriffen. Diese Entscheidung hat das RZKB vor sieben Jahren eigenständig gefällt“, so Antoniadis, der in diesem Zusammenhang ausdrücklich betonte, dass laut RZKB die Eltern diese Vorgehensweise bisher nie in Frage gestellt haben – weder mündlich noch schriftlich noch bei den regelmäßigen Treffen.

„Rechtlich gesehen hat die Regierung im Moment keine Möglichkeit, auf diese Entscheidung Einfluss zu nehmen. Streng genommen, ist übrigens der Träger der Kleinkindbetreuung überhaupt nicht verpflichtet, Speisen anzubieten“, teilte der Sozialminister mit.

Das RZKB könnte diese Dienstleistung also einstellen. Dann müssten die Eltern selbst den „Nachmittagssnack“ vorbereiten. Aber selbst wenn es sich in den meisten Fällen lediglich um einen Snack handelt, Antoniadis und das RZKB sind sich einig: Für die Eltern ist es eine erhebliche Entlastung und für die Kinder eine Bereicherung, gemeinsam eine gesunde und ausgewogene Mahlzeit zu sich zu nehmen. Deshalb werden auch in Zukunft die Kinder in der AUBE zu essen bekommen.

Am Beispiel des Menüplans der außerschulischen Betreuung in Sankt Vith zeigt der Minister auf, dass montags, donnerstags und freitags Brötchen mit Marmelade, Käse oder Putenbrust und Obst angeboten werden. Am Dienstag gibt es Joghurt mit Obst und am Mittwoch Reis, Kompott und Fischstäbchen mittags und am Nachmittag Cornflakes mit Milch und Obst.

„In den letzten Wochen hat Vivant dieses Thema ständig warm gekocht und bewusst aufgebauscht. Aber dann sollte man die Dinge auch so bezeichnen, wie sie sind: Wir reden hier über drei Scheiben Wurst! Dafür wurde von Vivant mein Rücktritt gefordert und die organisierte Zivilgesellschaft buchstäblich wie eine Sau durchs Dorf gejagt. Wo bleibt das politische Verantwortungsbewusstsein von Vivant? Ihnen geht es nicht um die Sache, sondern rein um politisches Kalkül. Es ist an Demagogie nicht zu überbieten, Ängste zu schüren, indem Regierung und RZKB eine Verschwörung nachgedichtet wird oder von „besorgten Eltern“ die Rede ist, während die Informationen von einer ehemaligen Mitarbeiterin kommen, die beim RZKB gekündigt hat.“

In der Ferienbetreuung werden drei Mahlzeiten pro Tag angeboten. Dort gibt es häufiger Fleisch. Aber genau das ist der Punkt, der den Familienminister, der auch für Gesundheit zuständig ist, am meisten beschäftigt: „Im Rahmen des neuen Konzeptes zur Gesundheitsförderung möchte ich das Thema gesunde und ausgewogene Ernährung noch weiter in den Vordergrund stellen. Darüber müssen wir uns Gedanken machen. Denn dafür sind wir, Regierung und Parlament, sehr wohl zuständig!“

Was die Ernährung in der AUBE angeht, so ist der Minister der Überzeugung, dass das RZKB bei möglichen Beschwerden der Eltern gesprächsbereit wäre.

Für weitere Informationen


Pressereferent
Mario Vondegracht
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: mario.vondegracht@dgov.be

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Tags: ,
Schrift vergrößernSchrift verkleinernStandard