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Molenbeek gibt’s vielerorts in Europa


Pressemitteilung

23.03. 2016

20160323 Solidarität Im Zuge Der Anschläge Von Brüssel (82.0 KiB)

Antoniadis: „Betroffen, wütend – aber auch solidarisch“

Molenbeek gibt’s vielerorts in Europa

In einem Interview mit dem Deutschlandfunk zeigte sich Sozialminister Antonios Antoniadis einen Tag nach den Anschlägen von Brüssel zutiefst betroffen und zugleich beeindruckt von der großen Welle der nationalen und internationalen Solidarität, die ganz Belgien erfasst hat. Gleichzeitig verurteilte er jedoch das von manchen ausländischen Medien und Politikern betriebene Belgien-Bashing aufs Schärfste.

Auch einen Tag nach den schrecklichen Anschlägen herrscht in unserem Land noch immer tiefe Betroffenheit und Wut. Aber wir sind auch stolz, dass das ganze Land in dieser schwierigen Zeit fest zusammenhält.“, so Antoniadis, der auch von der allgemeinen internationalen Solidarität mit Belgien sehr berührt war.

Wenig Verständnis zeigte Antoniadis für das nun mancherorts erneut betriebene mediale und politische Belgien-Bashing. Belgien werde seit Jahren zu Unrecht kritisiert. „Erst waren wir das Land der Kinderschänder, dann das Land der Kindertöter, vor Kurzem das Land der Schrottreaktoren. Und jetzt sind wir das Land der Terroristen. Viertel wie Molenbeek gibt es in vielen anderen Ländern, radikale Islamisten leben nicht nur in Belgien“, entfuhr es dem Minister auf die Frage, warum besonders der belgische Staat laut Deutschlandfunk schlecht funktioniere.

Einen Tag nach einem so schlimmen Ereignis mit dem Finger auf Belgien zu zeigen und Schuldzuweisungen auszusprechen, sei den Opfern der Anschläge und ihrer Angehörigen gegenüber respektlos. Antoniadis würde es bevorzugen, sich auf die Zusammenarbeit zu konzentrieren statt Schuldzuweisung auszusprechen.

„Die Anschläge in Paris und in unserer Hauptstadt haben gezeigt, dass der Terrorismus eine neue Qualität erreicht hat. Mit dieser Realität müssen wir in unserem Alltag umgehen. Doch dies kann nur mit einer gemeinsamen europäischen Strategie bekämpft werden“, sagte Antoniadis abschließend.

Für weitere Informationen


Pressereferentin
Jennifer Nyssen
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: jennifer.nyssen@dgov.be

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