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Pestizid im Bier


Am Donnerstag, den 25. Februar, verbreitete sich eine Meldung wie ein Lauffeuer in der deutschen Presse: Bei einer Untersuchung des Umweltinstituts München waren die 14 absatzstärksten Biere aus dem Jahr 2015 auf mögliche Schadstoffe getestet worden. Bei allen 14 konnte das umstrittene Pestizid Glyphosat nachgewiesen werden.

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung seien die nachgewiesenen Mengen jedoch nicht gesundheitsgefährdend. Um gesundheitlich bedenkliche Mengen von Glyphosat auszunehmen, müsse ein Erwachsener rund 1000 Liter Bier an einem einzigen Tag trinken.

Dennoch sorgte die Meldung für Aufsehen und Empörung. Denn das Pestizid ist sehr umstritten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte Glyphosat im vergangenen Jahr als krebserregend eingestuft, während das Pestizid laut der EU-Gesundheitsbehörde Efsa wohl keine Gefahr darstellt.

Da die Zulassung im Sommer ausläuft, muss die EU-Kommission über eine neue Genehmigung des Unkrautvernichters befinden.

Zwar verfügt die DG in dieser Angelegenheit über keine Zuständigkeiten, jedoch verfolge ich als Gesundheitsminister die Entwicklungen. Stoffe, die eindeutig schädlich sind, dürfen nicht in unsere Lebensmittel gelangen.

 

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