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Luxemburgs Familienministerin zu Gast in der DG


Pressemitteilung

10.12.2015

20151210 Besuch Ministerin Cahen (59.2 KiB)

Luxemburgs Familienministerin zu Gast in der DG

Im Fokus: Seniorenpolitik, Kindergeld und Integration

Das Pilotprojekt des Seniorendorfhauses in Schönberg ist nicht nur innovativ, sondern offensichtlich auch über die Landesgrenzen Belgiens hinaus bekannt. Denn in der vergangenen Woche besuchte die luxemburgische Familienministerin Corinne Cahen auf Einladung von Sozialminister Antonios Antoniadis das Seniorendorfhaus Schönberg. Weitere Themen aus der Senioren- Familien- und Integrationspolitik standen ebenfalls auf der Tagesordnung.

Nach einer kurzen Vorstellung des Projektes Seniorendorfhaus Schönberg durch eine Verantwortliche der Familienhilfe und einem Rundgang durch die Räumlichkeiten begann für die beiden Minister der wohl interessanteste Teil des Besuchs: der Austausch mit den anwesenden Senioren, den Familienhelferinnen und ehrenamtlichen Helfern. Ob beim gemeinsamen Würfeln oder Kartenspielen – sowohl Cahen als auch Antoniadis nutzten die Gelegenheit, um sich mit ihnen über Ihre Bedürfnisse, Ansichten und Anliegen zu unterhalten.

Im Anschluss daran zogen sich die Minister zu einer Arbeitssitzung zurück. Neben der aktuellen Flüchtlingsthematik wurde auch über Sprach- und Bürgerkundeunterricht sowie andere Integrationsmaßnahmen gesprochen. Ein weiteres Thema war der Ausbau der unterschiedlichen Angebote für Senioren sowie deren Finanzierung. Bei dieser Gelegenheit betonte der Minister, dass er Befürworter einer personenbezogenen Unterstützung sei. Eine Pflegeversicherung wäre so ein Konzept. Allerdings müsse sie den Bürgern ein stabiles und gerechtes System bieten. Außerdem dürfe dies nicht zu einer Verteuerung von Familienhilfe und Altenheimen kommen, so wie das in Flandern und Deutschland zu beobachten ist. Deshalb wird sich die DG eingehender mit der Pflegeversicherung und anderen Finanzierungsmodellen befassen.

Auch über das Kindergeld tauschten beide Seiten aus. Antoniadis stellte die bisherigen Schritte und Planungen zur Schaffung eines eigenen Kindergeldsystems in der Deutschsprachigen Gemeinschaft vor. Luxemburg plant ein neues Kindergelddekret. Antoniadis wies darauf hin, dass auch ostbelgische Arbeitnehmer von dieser Gesetzgebung betroffen sein werden und sprach sich dafür aus, der Situation der Pendler Rechnung zu tragen. Cahen ist sich der Thematik bewusst und versprach, den Gesetzesentwurf vor der Verabschiedung im luxemburgischen Parlament der DG zu übermitteln.

Zum Schluss des Treffens vereinbarten beide Seiten, die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit in der Zukunft fortzuführen. Bereits im ersten Halbjahr 2016 findet ein weiteres Treffen in Luxemburg statt.

Für weitere Informationen


Pressereferentin
Jennifer Nyssen
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: jennifer.nyssen@dgov.be

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