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„Beratung und Begleitung von Verbrauchern in Deutsch gewährleisten“


Pressemitteilung

17.11.2015

20151117 Ombutsdienst (63.3 KiB)

Sozialminister zu Gast beim Föderalen Ombudsdienst

Antoniadis: „Beratung und Begleitung von Verbrauchern in Deutsch gewährleisten“

Das Thema Verbraucherschutz gewinnt immer mehr an Bedeutung. Besonders wegen der Privatisierung diverser Dienstleistungen, der Flut neuer Produkte und der Einsetzung neuer Vertragsformen sind die Verbraucher auf Schutz und Unterstützung angewiesen. Seit Juni 2015 gibt es in Belgien eine zentrale Anlaufstelle für Probleme und Beschwerden jedweder Art: den föderalen Ombudsdienst für Konsumenten.

Geschaffen vom föderalen Minister für Verbraucherschutz Kris Peeters dient der Ombudsdienst für Konsumenten als zentrale Kontaktstelle für Klagen und Probleme und leitet die Anliegen an den zuständigen Ombudsdienst weiter.

„Das bedeutet, dass die Bürger bei Beschwerden nicht mehr erst überlegen müssen, welcher Ombudsdienst für ihren Fall zuständig ist“, so Sozialminister Antonios Antoniadis, der sich bei seinem Besuch in Brüssel selbst ein Bild von den neuen Strukturen machen konnte. „Alle zuständigen Ombudsmänner sind unter einem Dach vereint. Das vereinfacht den Prozess natürlich.“

Aufgrund der belgischen Sprachgesetzgebung muss die neue Dienstleistung auch in deutscher Sprache zur Verfügung stehen. Das ist bisher allerdings nur bedingt der Fall, da der Ombudsdienst für Konsumenten nicht über das entsprechende deutschsprachige Personal verfügt. „Allerdings darf die Sprache keinesfalls über den Zugang zu Rechten und Dienstleistungen entscheiden. Eine fachgerechte Beratung und Betreuung der Verbraucher muss in allen drei Landessprachen gewährleistet sein.“

Einen Lösungsvorschlag habe Antonios Antoniadis dem zuständigen Minister Peters bereits im Frühjahr dieses Jahres unterbreitet. „Seit 2013 gibt es eine Vereinbarung zwischen dem Ombudsdienst für Energie und der Verbraucherschutzzentrale der DG, die seitdem als deutschsprachiger Ansprechpartner für die Bürger in Ostbelgien fungiert. Dieses System hat sich in den letzten zwei Jahren bewährt.“

Laut Minister Antoniadis könne eine solche Form der Zusammenarbeit auch als Lösung für den föderalen Ombudsdienst für Konsumenten in Frage kommen. „So könnten wir gewährleisten, dass die Bürger über eine Kontaktstelle in ihrer Muttersprache verfügen, die sich zudem in ihrer geographischen Nähe befindet.“

Während der kommenden sechs Monate sollen nun Gespräche zwischen der Verbraucherschutzzentrale und dem Ombudsdienst stattfinden und der mögliche Rahmen für die Zusammenarbeit gesteckt werden.

Hintergrund: Verbraucherschutzzentrale

Obwohl die Deutschsprachige Gemeinschaft nicht für Verbraucherschutz zuständig ist, hat die Regierung 1991 beschlossen, eine angepasste Anlaufstelle für die Bürger zu schaffen. Die VSZ berät und begleitet sie in sämtlichen Anliegen rund um das Thema Verbraucherschutz.

Die VSZ bietet jedes Jahr mehr als 4000 Menschen Hilfe. Dafür bekommt sie von der DG jährlich rund 350.000 Euro.

Für weitere Informationen


Pressereferentin
Jennifer Nyssen
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: jennifer.nyssen@dgov.be

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