Artikel & Pressemitteilungen / Pressemitteilungen

„Boxen als Mittel der sozialen Integration“


Pressemitteilung

10.11.2015

20151110 Boxen Zur Sozialen Integration (64.2 KiB)

Belgische Delegation zu Besuch in Münster

Antoniadis: „Boxen als Mittel der sozialen Integration“

Wenn im Gespräch das Thema „Boxen“ aufkommt, sind Vorurteile über die Sportart garantiert. Häufig wir der Boxsport regelrecht verpönt. Dabei kann das Boxen für viele Jugendliche den Weg in ein geregeltes und gewaltfreies Leben ebnen. Davon konnte sich eine belgische Delegation im Boxzentrum Münster überzeugen.

Vor neun Jahren rief der gebürtige Iraner und ehemalige Profiboxer Farid Vatanparast das Projekt „Farid’s QualiFighting“ ins Leben. „Die Jugendlichen, meist mit Migrationshintergrund, waren ganz begeistert vom Boxen und wollten unbedingt mitmachen. Ich habe sie unter der Bedingung trainiert, dass sich ihre Schulnoten bessern“, so Vatanparast. „Mittlerweile trainieren über hundert junge Erwachsene bei uns. Wir haben mehrere ehrenamtliche Nachhilfelehrer, die ihnen hier im Zentrum bei der schulischen Entwicklung helfen.“

Zugpferd des Projektes ist vor allem die sportliche Perspektive, die den Jugendlichen geboten wird. „Wir haben mittlerweile mehrere deutsche Meister und internationale Titelträger in unseren Reihen. Sogar die deutsche Jugendauswahl trainiert bei uns. Solche Erfolgsträger zeigen den Jugendlichen, dass sie erfolgreich sein können. Und auch die persönliche Lebensperspektive verbessert sich durch das Projekt schlagartig. Einige ehemalige Hauptschüler studieren mittlerweile. Wir vermitteln Ausbildungs-, Praktikums- und Arbeitsplätze.“

Sozialminister Antonios Antoniadis zeigte sich von dem Projekt sehr angetan und steht bereits mit möglichen Projektträgern in der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Kontakt. „Boxen als Mittel der sozialen Integration zu nutzen, ist ein sehr interessantes Konzept. Auch in der DG hat es vor einigen Jahren in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft und dem Eupener Boxring einen ähnlichen Ansatz gegeben. Wir wollen schauen, inwiefern es möglich ist, ein langfristiges und breiter angelegtes Projekt in der DG mit Unterstützung der Regierung auf die Beine zu stellen“, so Antoniadis. Neben dem Boxverband der DG unter Federführung des Königlichen Boxrings Eupen hat auch die „Soziale Integration und Alltagshilfe“ (SIA) für die Umsetzung eines solchen Projekts Interesse bekundet. „Sport und Sozialarbeit zu kombinieren ist nicht leicht. Es bedarf eines gut ausgearbeiteten Konzeptes, vieler ehrenamtlicher Helfer, eines sportlichen und menschlichen Vorbilds und natürlich einer sportlichen Erfolgsperspektive. Das Boxzentrum ist dafür natürlich ein Paradebeispiel. Sie bieten den Jugendlichen eine Perspektive, die sonst vielleicht keine hätten. Diese Idee möchten wir gerne aufgreifen“, so der Sozialminister abschließend.

Für weitere Informationen


Pressereferentin
Jennifer Nyssen
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: jennifer.nyssen@dgov.be

Einen Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Tags: ,
Schrift vergrößernSchrift verkleinernStandard