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Kinderbetreuung: DG kratzt an der 40% Marke


PRESSEMITTEILUNG

11.09.2015

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Kinderbetreuung: DG kratzt an der 40% Marke

Antoniadis : « Positive Zwischenbilanz, aber noch einiges vor »

Die Sommerferien sind zu Ende, die Schulen wieder geöffnet. Und auch der politische Betrieb hat seine Arbeit wieder aufgenommen. Für Familienminister Antonios Antoniadis der perfekte Anlass, um die Entwicklung der Kinderbetreuung in der Deutschsprachigen Gemeinschaft im vergangenen Jahr Revue passieren zu lassen und gleichzeitig den Blick nach vorne zu richten. Das Fazit des Familienministers fällt positiv aus: Erstmals kratzt die DG an einer Kinderbetreuungsquote von 40 Prozent!

Was wurde erreicht?

Seit Jahren investiert die Deutschsprachige Gemeinschaft viel Geld in die Kinderbetreuung -insgesamt fast 2,3 Millionen Euro im Jahr 2015 – deutlich mehr als noch im Vorjahr. Ein Satz zum Haushalt 2015 „Wir möchten den Vätern und Müttern dabei helfen, Beruf und Familie besser vereinbaren zu können. Dies ist mit Blick auf den demografischen Wandel eine besonders wichtige Aufgabe. Diese Investition ist also eine Investition in die Zukunft. Und die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: es lohnt sich nachhaltig“, zeigte sich Familienminister Antoniadis erfreut. Wurden im Jahr 2013 noch 779 Kinder zwischen 0 und 3 Jahren betreut, so ist die Zahl im Jahr 2014 auf 858 angestiegen, was einer Betreuungsquote von 39,7% entspricht- Tendenz steigend. Zum Vergleich: Das von der EU vorgegebene Barcelona-Ziel liegt bei 33%.

Ob selbstständige oder konventionierte Tagesmütter, ob Kinderkrippen oder Kinderhorte, die außerschulische Betreuung oder das Projekt Betreuung kranker Kinder – wir betreuen nicht nur mehr Kinder, wir verfügen darüber hinaus auch über mehr Betreuungsformen als noch vor ein paar Jahren“, fügte Antoniadis hinzu.

Es sei der Deutschsprachigen Gemeinschaft gelungen, diese Betreuungsformen im vergangenen Jahr auszuweiten. Seit einigen Wochen werden in der neu eröffneten Kinderkrippe in Sankt Vith 24 Betreuungsplätze angeboten. Das Projekt Betreuung kranker Kinder wurde in einer Pilotphase auch auf den Süden unserer Gemeinschaft ausgeweitet.

Außerdem konnten zwei weitere Standorte für die Außerschulische Betreuung (AUBE) anerkannt werden. Somit wird die AUBE nun an 24 Standorten angeboten. In naher Zukunft soll zudem ein neuer Kinderhort in Betrieb genommen werden.

Im Bereich der Kinderbetreuung hat sich also einiges getan. Doch damit geben wir uns nicht zufrieden. Unser ehrgeiziges Ziel ist eine 100%ige Abdeckung des tatsächlichen Bedarfs. Wir haben also noch einiges vor.“

Was steht noch bevor?

Um den tatsächlichen Bedarf besser ermitteln und die Betreuung planen zu können, wird gerade eine interaktive Softwarelösung geschaffen. „Durch die Einrichtung des Internetportals und der dazugehörigen Datenbank erhoffen wir uns verlässlichere Informationen.

Durch die 6. Staatsreform seien zudem neue Handlungsspielräume entstanden. „Mit der Übertragung der sogenannten föderalen FESC-Mittel im Rahmen der 6. Staatsreform kann die DG nun selbst die Verwendung dieser Mittel bestimmen. Somit können wir zum Beispiel auch die Förderung der Ferienbetreuung strukturell verankern und in einen Rechtsrahmen bringen. Am 3. September verabschiedete die Regierung in zweiter Lesung einen Erlass, der dem RZKB und anderen Trägern in Zukunft mehr Planungssicherheit und eine bessere Garantie zur Finanzierung neuer Projekte gewährt,“ so Antoniadis.

Der Minister betonte, dass bei der Gestaltung der Betreuungsangebote auch der Inklusionsgedanke stets mitbedacht werden müsse. „Unsere Angebote müssen allen Kindern und Familien in ihrer Verschiedenheit offen stehen“.

Eine weitere Herausforderung stelle die Situation der Tagesmütter dar. Ihr Statut werde weiterhin auf föderaler Ebene geregelt. „Die Tagesmütter stellen hier und heute eine wichtige Säule in der Kinderbetreuung in der DG dar. Es ist daher von großer Wichtigkeit, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern. Das beinhaltet auch die finanzielle Aufwertung ihrer Tätigkeit im Rahmen unserer Zuständigkeiten und Möglichkeiten,“ bemerkte Antoniadis.

Bei den künftigen Vorhaben zum Ausbau und zur Weiterentwicklung eines bedarfsgerechten und familienfreundlichen Kleinkindbetreuungsangebotes würden natürlich alle Möglichkeiten auf ihre Machbarkeit und Sinnhaftigkeit geprüft. „Ist es sinnvoll, eine weitere Kinderkrippe zu schaffen? Wie ist es um die Einführung von betrieblichen Kinderkrippen bestellt? Bei all diesen Fragen interessiert uns natürlich auch die Meinung von Eltern und Betroffenen. Zu diesem Zweck werden wir sowohl im Norden als auch im Süden der DG ein Bürgerforum zur Familienpolitik organisieren“, verriet der Minister abschließend.

Vorgesehene Haushaltszahlen im Bereich Kinderbetreuung

2015 Vorgesehen
Tagesmütterdienst, 2 Krippen, Overhead usw. 1.191.000
Ausstattung (Krippe St. Vith, PCs usw.) 60.000
Ausserschulische Betreuung (ehemaliger FESC) 750.000
BVA (betrifft vor allen Dingen Personal AUBE) 183.500
Defizitbezuschussung AUBE in Partnerschaft mit den Gemeinden 75.000
Ferienprojekt Stadt St. Vith 10.000
Selbstständige Tagesmütter 10.335
Betreuung kranker Kinder 16.050
Kinderhorte 14.310
  2.310.195
Zusatz: Projektkosten Little Bird 30.000

 

 

Für weitere Informationen


Pressereferentin
Jennifer Nyssen
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: jennifer.nyssen@dgov.be

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