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Konkrete Gedanken zur Unterstützung der pflegenden Angehörigen – Antoniadis: „Offen für konstruktive und pragmatische Vorschläge“


Eupen, den 18. Juni 2015

20150618 Pressemitteilung Angehörige Teil 2 (176.9 KiB)

Mit einer Pressemitteilung reagierte Sozialminister Antonios Antoniadis auf die wiederholte Aussage der ECOLO-Abgeordneten Franziska Franzen bezüglich der sozialen Aufwertung für pflegende Angehörige.

„Sich mit Haupt- und Nebensätzen oder Seitenzahlen auseinanderzusetzen, hilft den pflegenden Angehörigen in keiner Weise – genauso wenig wie verbales Pingpong in der Presse. Denn Haarspalterei kann zu Kopfspalterei führen. Wir sollten uns Gedanken machen, wie wir konkret an diese wichtige Thematik herangehen und Unterstützungsangebote weiterentwickeln. Mir schwebt daher vor, im zweiten Halbjahr dieses Jahres ein Forum für pflegende Angehörige zu organisieren. Bei diesem Austausch können sie dann ihre Bedürfnisse, Anliegen und Probleme zum Ausdruck bringen. Denn für konstruktive und pragmatische Vorschläge bin ich stets offen“, so Antoniadis.

Schließlich sei das REK kein starres Konzept, das keinerlei Flexibilität bietet. „Im Seniorenbereich zum Beispiel bieten sich uns durch die Einbindung der lokalen Ebene enorme Handlungsspielräume. Insbesondere der Einsatz eines Seniorenbeauftragten verschafft uns die Möglichkeit, unsere Hilfsangebote für unsere Senioren und die pflegenden Angehörigen dem Bedarf vor Ort bestmöglich anzupassen,“ so der Minister.

„In der Tat sind Anlaufstellen wichtig. Bevor wir aber neue Dienste gründen, sollte man prüfen, wie man die bestehenden weiterentwickelt“.

Eine Art Interessenvertretung der pflegenden Angehörigen, wie von ECOLO angeregt, sollte die Regierung jedoch nicht aus der Taufe heben: „Die Regierung kann Unterstützung leisten, die Initiative müsste allerdings von den Betroffenen ausgehen und nicht von der Politik diktiert werden. Ich glaube hier fest an das Potenzial der Zivilgesellschaft. Beispiele hierfür sind die Pflegeelternvereinigung Collage oder die Info-Demenz Eifel“, äußerte sich der Minister.

In diesem Zusammenhang könne als erster Schritt den Angehörigen, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren vom Terrain, eine Plattform für einen unkomplizierten und ungezwungenen gegenseitigen Austausch geboten werden. Wo dies geschehen könnte, verriet der Minister auch. Die sozialen Treffpunkte seien als Ort der intergenerationellen Begegnung für diese Aufgabe wie gemalt. Zum Beispiel könnte man dort sogenannte Demenz-Cafés organisieren, die als Ort des Austausches für Menschen mit Demenz und die Angehörigen funktionieren könnten.

Für weitere Informationen


Pressereferent
Frederik Thelen
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: frederik.thelen@dgov.be

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