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Arbeitsgruppe eingesetzt – Integrationsparcours für Migranten: Fördern und Fordern


Arbeitsgruppe eingesetzt

Integrationsparcours für Migranten: Fördern und Fordern

Eupen, den 27. Mai 2015

20150526 Einsetzung AG Eingliederungsparcours (84.2 KiB)

Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist eine besondere gesellschaftliche Herausforderung. Im Sinne einer Politik des Förderns und Forderns möchte die Regierung der DG einen Eingliederungsparcours für Zugezogene ausarbeiten. Am Donnerstag, den 21. Mai, wurde zu diesem Zweck die Arbeitsgruppe „Integrationsparcours“ offiziell eingesetzt.

Die AG, die sich fortan einmal pro Monat treffen wird, hat den Auftrag, der Regierung innerhalb eines Jahres einen konkreten Vorschlag für einen Integrationsparcours für Migranten vorzulegen. Sie setzt sich zusammen aus Vertretern von Regierung und Ministerium, der Gemeinden und Sozialpartner, des Rates für Entwicklung, Solidarität und Integration (RESI) sowie der Beratungsstelle Info-Integration. Außerdem beteiligt sich eine Migrantin als Expertin in eigener Sache an den Arbeiten.

„Aufgrund der demografischen Entwicklung, der Globalisierung und der zahlreichen krisenbedingten Migrationsströme entstehen heterogene Gesellschaften. Diese Entwicklung ist nicht ganz spannungsfrei. Das Unbekannte und Fremde wird von der Aufnahmegesellschaft gelegentlich als Gefahr gesehen. Auf der anderen Seite fällt es mitunter zugezogenen Menschen aus anderen Kultur- und Religionskreisen schwer, sich an die Werte, Gepflogenheiten und Gesetze der Aufnahmegesellschaft zu gewöhnen. Künftig wird es also in erster Linie darauf ankommen, den Integrationsgedanken und das interkulturelle Zusammenleben in unserer Gemeinschaft verstärkt in den Vordergrund  zu rücken“, sagte Sozialminister Antonios Antoniadis.

Die Arbeitsgruppe wird die verschiedenen Best-Practice-Beispiele aus dem In- und Ausland analysieren. Hier bietet insbesondere das flämische Modell des Integrationsparcours interessante Ansätze. Bei der jüngsten gemeinsamen Regierungssitzung zwischen der DG und der Flämischen Gemeinschaft verständigten sich beide Seiten daher auf einen regelmäßigen Austausch diesbezüglich.

Die AG „Integrationsparcours“ wird in Themenblöcken arbeiten und je nach Schwerpunkt Experten und Stakeholders zu den Sitzungen einladen. Die voraussichtlichen Säulen des Integrationsparcours sind der Empfang, die Sprach- und Bürgerkurse sowie die sozialberufliche Integration.

„Die AG steht vor einer großen Herausforderung. Welche Module könnte ein Integrationsparcours umfassen? Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden? Für wen sollte der Parcours gelten? Sollte er verpflichtend sein oder nicht? Mit diesen und weiteren Fragen werden sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe in den kommenden Monaten eingehend befassen. Die Regierung möchte bis zum Ende der Legislaturperiode ein Integrationsdekret im Parlament verabschieden. Die Ausarbeitung eines Integrationsparcours ist ein wichtiger Bestandteil davon und ein großer Schritt hin zu einer bunten und vielfältigen Gesellschaft des respektvollen Miteinanders“, so Antoniadis.

Für weitere Informationen


Pressereferentin
Jennifer Nyssen
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: jennifer.nyssen@dgov.be

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