Reden / Reden & Parlament

Rede von Antonios Antoniadis, Minister für Gesundheit, Familie und Soziales anlässlich der Eröffnung der neuen Unterkunft der Lokalsektion Bütgenbach-Büllingen des Roten Kreuzes


Rede von Antonios Antoniadis, Minister für Gesundheit, Familie und Soziales anlässlich der Eröffnung der neuen Unterkunft der Lokalsektion Bütgenbach-Büllingen des Roten Kreuzes

Bütgenbach, den 04. Mai 2015

20150504 Rede Zur Einweihung Der Neuen Räumlichkeiten Der Lokalsektion Des Roten Kreuzes Bütgenbach Büllingen (179.9 KiB)

Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrte Herren Bürgermeister,

sehr geehrte Frau Präsidentin des Roten Kreuzes,

sehr geehrte Präsidenten der Lokalsektionen des Roten Kreuzes,

sehr geehrte Mitglieder des Roten Kreuzes,

verehrte Vertreter der Presse,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

gleich zu Beginn möchte ich mich für die herzlichen Glückwünsche anlässlich meines runden Geburtstages bedanken. Wer „jung“ oder „alt“ ist, liegt im Auge des Betrachters. So dürfte ein 15-jähriger mich schon als alt bezeichnen, während ich mich im Vergleich zum Roten Kreuz als jung – wenn nicht sogar als „Teenie“ betrachte; schließlich feierte das Rote Kreuz vergangenes Jahr sein 150-jähriges Bestehen. Hierzu möchte ich dem Geburtstagskind noch einmal herzlich gratulieren. Ich möchte mich vor allem aber im Namen der Deutschsprachigen Gemeinschaft für den Einsatz und das Engagement im Dienste der Menschlichkeit bedanken.

Auch 150 Jahre nach seiner Gründung können die Rotkreuzler mit Stolz behaupten, die Grundsätze, die vor allem durch den Gründervater Henri Dunant geprägt wurden, zu respektieren und zu leben. Frei nach dem Motto „Helfen, ohne zu fragen wem“. Das Rote Kreuz kennt keine Seiten und Lager – weder politische, noch religiöse oder ethnische. Ich gebe Ihnen Recht, Frau Präsidentin. Es gibt aber in meinen Augen eine Sache, für die das Rote Kreuz Partei ergreift: nämlich für die Menschlichkeit.

Gerade in der heutigen Zeit, in der die Gesellschaft eine zunehmende Individualisierung erfährt und in der die sozialen Ungleichgewichte weltweit das Gegeneinander und nicht das Miteinander bestärken, können wir uns glücklich schätzen, dass das Rote Kreuz sich weiterhin für die Solidarität ausspricht und eindeutig Farbe bekennt!

Welche Bedeutung das Rote Kreuz spielt, erkennen viele Menschen erst in der Not. Ich denke, dass die traurigen Ereignisse auf dem Mittelmeer und in Nepal am besten aufzeigen, dass man auf das Rote Kreuz in schwierigen Situationen zählen kann. Was Letzteres angeht, waren die verschiedenen internationalen Organisationen der Rotkreuz-Gemeinschaft die ersten, die ihren Kollegen in Nepal zur Hilfe eilten. Aus diesem Grund habe ich als zuständiger Entwicklungsminister die Auszahlung einer Krisenhilfe zu Gunsten des nepalesischen Roten Kreuzes initiiert. Mit dieser Intervention unterstützt die DG-Regierung die Arbeit des Roten Kreuzes bei der Bergung und Versorgung der Überlebenden.

Zählen kann das Rote Kreuz in der DG aber auch auf die Unterstützung der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Wir blicken auf eine langjährige Partnerschaft zurück, die nach meinem Dafürhalten auch weiterhin bestehen sollte und auch bestehen muss.

Das Rote Kreuz bietet eine Bandbreite an unverzichtbaren Dienstleistungen für die Menschen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft an. Während des Vortrags des Lokalpräsidenten wurden einige dieser Dienste genannt. Viele dieser Angebote sind im wahrsten Sinne des Wortes lebensnotwendig. Zu erwähnen wären zum Beispiel die Blutspende, die Sanitätsdienste, die Erste Hilfe-Kurse, die Lebensmittelbanken und der Katastrophenschutz. Andere sind weniger bekannt, aber nicht minder von Bedeutung. So werden die Empfangszentren für Flüchtlinge vom Roten Kreuz organisiert. Und auch für das von der DG neu geschaffene Beratungszentrum für Migranten und Dienste, die mit Migranten arbeiten, das „Info-Integration“, hat das Rote Kreuz die Trägerschaft übernommen.

All diese Dienste und noch viele weitere machen aus dem Roten Kreuz einen unverzichtbaren Akteur und Partner der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Aber all das wäre nicht möglich ohne die rund 500 Ehrenamtlichen. Ihnen gebührt unser größter Dank und unsere tief empfundene Anerkennung! Sie sind es, die die Werte von Henri Dunant in ihrem Herzen tragen und tagtäglich leben.

Geschlossen.

Tags: ,
Schrift vergrößernSchrift verkleinernStandard