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Antoniadis: „Ursachen bekämpfen, statt Symptome behandeln!“ – DG-Regierung fördert Projekt zur Stärkung der Rolle der Frau in Mauretanien


Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft unterstützt ein gemeinsames Projekt der CSC Verviers-Ostbelgien und der mauretanischen CLTM Gewerkschaft. Anfang der Woche besuchte ein Vertreter aus Mauretanien den für Entwicklungszusammenarbeit zuständigen Minister, Antonios Antoniadis, in Eupen, um das Projekt vorzustellen und sich im Namen seines Heimatlandes für die Zusammenarbeit der Gemeinschaft zu bedanken.

Das Hilfsprojekt in Form von Mikrokrediten – übrigens das erste von der Gemeinschaft geförderte Projekt in der Subsahara – wird sich über 3 Jahre erstrecken. Hauptziel ist es, die Rolle der Frau durch mehr wirtschaftliche Autonomie zu stärken.

Schließlich herrscht in Mauretanien nicht nur große Armut, Frauen werden dort stark benachteiligt. Laut Weltentwicklungsbericht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2014 liegt Mauretanien im Bereich “Ungleichheit der Geschlechter” auf Platz 142.

Es ist in Mauretanien nicht unüblich, dass ein Mann mehrere Frauen heiratet und sie samt Kindern ihrem Schicksal überlässt. Viele von ihnen werden somit zwangsläufig zu alleinigen Familienernährern; in den wenigsten Fällen steht ihnen die finanzielle Unterstützung des Mannes zu.

„Ich kann die Initiative der beiden Projektträger nur begrüßen. Ein Land kann sich nämlich nur dann vollständig entwickeln, wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen sind, dass die Frauen in allen Lebensbereichen gleichberechtigt mitwirken können. Die Projektinitiatoren CSC und CLTM helfen den Frauen vor Ort, ein Stück weit Selbstbestimmung zu erlangen. Und wie wichtig es ist, die Situation in den krisengeplagten und von Armut bedrohten Ländern unserer Welt zu verbessern, beweisen die jüngsten Tragödien auf dem Mittelmeer nochmals in aller Deutlichkeit. Wir sollten verstärkt die Ursachen bekämpfen, statt die Symptome zu behandeln. Und mit wir meine ich die internationale Staatengemeinschaft, ganz besonders aber die Europäische Union, zu der auch wir Belgier gehören. Wir dürfen nicht untätig bleiben, das gebietet die Solidarität, das gebietet die Menschlichkeit – unveräußerliche Grundwerte unserer Union. Auch wenn die Mittel der Deutschsprachigen Gemeinschaft begrenzt sind, so werden sie in nachhaltige Projekte investiert, die Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen und echte Perspektiven schaffen,“ so Minister Antoniadis.

Hintergrund – Entwicklungspolitik der DG

Die Entwicklungspolitik der Deutschsprachigen Gemeinschaft zielt darauf ab, Organisationen aus der DG bei nachhaltigen Projekten in strukturschwachen Regionen zu unterstützen. Auf diese Weise sollen für die Menschen aus den betroffenen Gebieten neue Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben entstehen.

Finanzielle Direkthilfen werden hingegen nur in außergewöhnlichen und unerwarteten Krisensituationen geleistet – so zum Beispiel nach dem Erdbeben auf Haiti, der Flut in Pakistan, der Dürre in Ostafrika sowie der Ebola Epidemie im vergangenen Sommer.

Für weitere Informationen


Pressereferentin
Jennifer Nyssen
Tel: +32 (0)87/59 64 92
E-Mail: jennifer.nyssen@dgov.be

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